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    Auslandsreisen 2021
 

Die Alpen rund um den Vierwaldstätter See / Schweiz 7. – 14. August 2021
Die Alpen sind – geologisch betrachtet – ein sehr junges Gebirge, das aus der plattentektonischen Kollision von Europa und Afrika hervorgegangen ist. Wir wollen bei einer Exkursion im Großbereich des Vierwaldstätter Sees in der Schweiz erkunden, wie die Gesteine bei dieser Kollision deformiert und als Decken übereinander geschoben wurden.

Augenfälligstes Merkmal im Gelände sind die riesigen Faltenstrukturen an den Felswänden (unten links), die oft über mehrere km zu verfolgen sind. Aber auch im mittleren und  kleinen Maßstab (unten Mitte) ist Faltung weit verbreitet.


Deckenüberschiebungen sind wichtige Bauelemente der Alpen. Vielfach sind sie auch großräumig im Gelände zu erkennen. Besonders eindrucksvoll ist die Glarner Überschiebung (Foto unten rechts), die sogar als UNESCO Weltnaturerbe ausgewiesen wurde. Dort kann man die Hand direkt auf die Bewegungsbahn legen (Foto unten links).



Durch die von weit her transportierten Decken liegt nicht nur Älteres über Jüngerem, wie an der Glarner Überschiebung, auch die penninische Tiefwasserfazies (Foto unten links) trifft man unversehens über flachmarinen Plattformkalken des Helvetikums, die sich ihrerseits als Decke auf den jüngsten Abtragsschutt des aufsteigenden Gebirges, die Molasse (unten Mitte und rechts), bewegt haben.

   

Der kristalline Untergrund des Helvetikums ist bei der Alpenfaltung hochgewölbt worden, wobei die helvetischen Decken nordwärts abgeglitten sind. Ein großer Teil dieses Untergrundes ist als Granit des Aaremassivs zugänglich. Teils sind die Granitflächen von Gletschern glatt gehobelt worden, teils hat die Erosion tiefe Schluchten ausgeräumt.


  



Grandiose Beispiele dafür sind die Aare-Schlucht (Foto links) und die Rosenlaui-Schlucht (Foto rechts) – hier haben sich Gletscherschmelzwässer spektakulär in die Tiefe gefräst.

Eindrucksvolle Spuren bleiben dort zurück, wo Gletscher abtauen (Foto unten links). Während die Bewegung der Gletscher geschliffene Gesteinsoberflächen hinterlässt, erzeugt sedimentbeladenes Schmelzwasser, das an Stromschnellen in Strudel versetzt wurde, als Gletschermühlen bekannte Hohlformen unter dem Eis. Die verändernde Kraft des Wassers zeigt sich auch in anderer Form durch  Lösung von Kalkstein. Als typische Spuren der Verkarstung entstehen Karren und Schratten (Foto unten links und rechts) sowie tiefe Höhlensysteme.


Durch kurze Wanderungen erschließen wir uns nicht nur die Geologie, sondern auch schöne Aussichten. Wie immer bleibt Zeit, die Natur zu erleben, Blüten und Tiere zu fotografieren, sowie Fundstücke zu sammeln!


Mit Aktuellem und Historischem der Region werden wir uns am Gotthard-Basis-Tunnel und der barocken Klosterkirche von Einsiedeln sowie bei einer Stadtführung durch das mittelalterliche Luzern befassen.


     
Programm:    

Während dieser Exkursion wird öfters gewandert. Es werden Wegstrecken bis zu 5 km Länge zurückgelegt mit Höhenunterschieden bis etwa 200 m. Die Wanderungen sind ausgelegt für Teilnehmer mit normaler Kondition.
      
1. Tag:
Geologische Einführung; Alpenfront und Deckenbau: Tafeljura, Faltenjura, ungefaltete und gefaltete Molasse
2. Tag:
Isentobel; Roggenstockklippe; Nummulitenkalke am Sihlsee; Klosterkirche von Einsiedeln
3. Tag:
Glarner Deckenüberschiebung und Lochsite; Karst am Pragelpass
4. Tag:
Überschiebungen und Falten rund um den Vierwaldstätter See; Stadtführung und Gletschergarten Luzern; halber Tag zur freien Verfügung
5. Tag:
Reuss-Schlucht; Aaremassiv; Gotthard-Basistunnel; Göschenenalp, Kehrtunnel von Wassen
6. Tag:
Serpentinite im Gotthardmassiv; Quellgebiet des Rheins; Metamorphose-Zonen bei Andermatt
7. Tag:
Aare- und Rosenlauischlucht; Sustenpass; Steinlammigletscher
8. Tag:
Molasse am Nordrand der Alpen; Renggloch; Flysch von Entlebuch; Napf

Leistungen:
Exkursionsleitung durch die Dipom-Geologen Dr. Evelyn, Andreas und/oder Kathrin Hincke; ausführliche schriftliche Exkursionsunterlagen;
auf Wunsch Buchung von Bahn, Hotel/Appartements und Hilfe bei der Anreiseplanung; Vermittlung von Fahrgemeinschaften;
Nachbesprechung zur Exkursion, Bilder-DVD
Preis: EUR  640,-
Termin: 07. – 14. August 2021 (8 Tage, Samstag – Samstag)
Anmeldung: bis 20. Juli 2021;  Kennziffer: R 1a
Teilnehmerzahl: 10 – 16 Personen
Leitung: Dipl.-Geologen Dr. Evelyn, Andreas und/oder Kathrin Hincke
Organisatorisches:
Exkursion ab/bis Grenzach-Wyhlen bei Basel, die An- und Abreise erfolgen individuell, wir sind gerne bei der Planung/Buchung behilflich; Übernachtungsstandort ist vor und nach der Exkursion ein Hotel in Grenzach-Wyhlen und während der Exkursion nahe dem Südende des Vierwaldstätter Sees. Zimmer sind reserviert - jeweils mit eigenem Badezimmer mit Dusche/ WC, WLAN, TV, Radio, Heizung und Haartrockner am 6.8. als Ez zu 70,- Euro/Dz 85,- und zu 500 CHF (aktuell ca. 457 €, DZ 931,- CHF oder 850,- Euro) für 7 Tage incl. Frühstück (HP optional möglich). Fahrten mit gemieteten Kleinbussen, alternativ mit Privatwagen. Teilnehmer zahlen Kosten für Anreise, Mitfahrt im Kleinbus, Unterkunft, Verpflegung, Fahrtkosten für Seilbahnen/Schiffe und Eintritte selber. Preise können bei uns ab Juni erfragt werden; zusätzliche Fragen beantworten wir gerne.

weitere Reiseinformationen 
Ausrüstung:
  • Coronabedingt:
    • Nachweis über vollständigen Impfschutz
    • Mund-Nasen-Bedeckung
    • Handschuhe für Gesteinsbetrachtung in der Runde
    • Wasser und Seife (zum Hände waschen vor der Mittagspause)
    • Kugelschreiber für Unterschriftsliste

  • feste Wanderschuhe (mit Profilsohle);
  • Hammer, Lupe (kostenlose Ausleihe möglich)
  • empfohlen: Wanderstöcke;
  • winddichter Anorak, Kopfbedeckung, Sonnencreme, Rucksack;
  • Kleidung von sommerlich bis winterlich (auch Schneefall ist auf Passhöhen möglich);
  • Regenponcho oder Regenjacke und Regenhose, Schirm;
  • Taschenlampe, Taschenmesser, eventuell auch Pinzette;
  • zum Sammeln/Verpacken: Papier, Tesakrepp, wasserfester Schreiber, Notizbuch;
  • für das Mittagspicknick: Sitzunterlage, ev. Thermoskanne, Besteck;
  • Navigationsgerät oder Autokarten der Exkursionsregion;
  • Mobiltelefon.
weitere Ausrüstungsempfehlungen
Bei Interesse bitte anklicken: Geschäftsbedingungen, Anmeldung. Falls Sie Fragen haben, senden Sie uns gern ein E-Mail (über Ihr Mail-Programm) bzw. ein E-Mail-Formular (über unsere Adresse) oder rufen Sie uns an (Telefon: 04168-91 84 48).



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... geologisch erleben  –  Diplom-Geologen Dr. Evelyn, Andreas und Kathrin Hincke
 Lütens Eck 4   –   21629 Neu Wulmstorf  –  Telefon: 04168-91 84 48   –   E-Mail: hincke@geologisch-erleben.de