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Hokkaido (Japan)
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18. – 30. September 2027
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Hokkaido ist die nördlichste und zweitgrößte der vier Hauptinseln Japans. Die Insel unterscheidet sich deutlich von den anderen Teilen Japans - nicht nur landschaftlich und klimatisch, sondern auch kulturell und historisch.
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Das Klima Hokkaidos ist vergleichsweise kühl. Die Sommer sind kurz und mild, die
Winter lang und schneereich.
Große Teile der Insel sind von Wäldern, Vulkanbergen, Seen und weiten Ebenen
geprägt. Dadurch vermittelt Hokkaido ein anderes Bild von Japan als die dicht
besiedelten Regionen von Honshu, Kyushu oder Shikoku.
Seit 1860 wurde Hokkaido systematisch vom japanischen Staat kolonisiert. Bis
dahin lebte hier nur die indigene Bevölkerung der Ainu, mit einer eigenen Sprache,
Kultur und einer engen Beziehung zur Natur.
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Auch in geologischer Hinsicht ist Hokkaido außergewöhnlich. Hier kam es nämlich
nicht nur zu plattentektonischer Subduktion wie im restlichen Japan, sondern auch zu einer
Kontinent-Kontinent-Kollision. Dabei entstand vor 40 Mio. Jahren das zentrale Hidaka Gebirge (Bild links,
schwarze Linie), u.a. mit Erdmantel- und metamorphen Hochdruckgesteinen. Jünger ist der magmatische
Bogen, der die Insel fast senkrecht zur Gebirgskette durchzieht und für die ca. 80 aktiven Vulkane
verantwortlich ist. Er liegt über der abtauchenden Pazifischen Platte.
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Unsere Rundreise beginnt in Sapporo, der Präfekturhauptstadt von Hokkaido. Nach gemeinsamer Besichtigung
der Stadt am ersten Exkursionstag (Foto unten links) geht es in die Umgebung zu senkrecht stehenden paläogenen Steinkohleflözen
sowie zu einem beeindruckenden Ammonitenmuseum mit Funden aus der Region (Fotos unten Mitte und rechts).
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Danach geht es ganz in den Südosten an die Pazifikküste zum Geopark des Mount Apoi. Dort
sind im Horoman-Peridotitkomplex gut erhaltene Erdmantelgesteine zugänglich, in einer Vielfalt,
wie sie sonst weltweit selten ist. Diese wurden bei der Kollision der Eurasischen mit der
Ochotskischen Platte "nach oben" gedrückt. Als Besonderheit ist hier sogar ein Bereich
aufgeschlossen, wo man eine Hand auf die Kollisionsnaht legen kann.
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Die aktiven Vulkane im Toya-Usu UNESCO Global Geopark im Westen Hokkaidos sind ein weiteres
Highlight der Reise. Der Toya See (Foto unten links) ist ein riesiger Caldera-See, der nach einer
Bimseruption vor 110.000 Jahren entstand. In der Seemitte ist vor 50.000 Jahren der andesitische
Vulkan Nakajima aufgestiegen. Bemerkenswert ist auch der markante Dazit-Dom Showa-Shinzan (Foto unten Mitte).
In nur 2 Jahren, 1943 - 1945, ist er auf einem Acker in die Höhe gewachsen!
Der höchste und aktivste Vulkan der Region ist der Stratovulkan Usu. Seine Bergspitze kollabierte vor
ca. 7.000 Jahren, dort hat sich inzwischen aber ein neuer Kegel mit zahlreichen Kratern gebildet (Foto unten rechts).
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Seinen letzten Ausbruch hatte der Usu im Jahr 2000. Dabei war der Vulkan aus mehr als
60 Kratern aktiv und richtete erheblichen Schaden an (Foto rechts). Auf Lehrpfaden
ist heute ein Besuch dieser jungen Vulkanlandschaft möglich. Sogar die Gipfelregion ist durch
eine Seilbahn erschlossen!
Die gesamte Gegend ist berühmt für ihre farbenprächtigen Fumarolen und heißen Quellen (Fotos unten). Wir
übernachten hier vier Tage in einem japanischen Hotel mit einem Onzen (heißem Bad),
das direkt von einer der heißen Quellen gespeist wird.
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Unter kulturellem Aspekt geht es nach Upopoi in ein großes Freilichtmuseum, wo über die Kultur
des indigenen Volkes der Ainu informiert wird (Fotos unten links und Mitte). Die Ainu sind genetisch mit
den Inuit der sibirischen Gruppe verwandt und unterscheiden sich deutlich vom "modernen Japaner", der Hokkaido erst
ab 1860 in nennenswerter Zahl besiedelt hat.
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In den letzten Tagen zurück in Sapporo gibt es neben interessanten Küstenaufschlüssen und einem Besuch
des Moiwa-Aussichtsberges hoch über Sapporo auch noch Zeit zum eigenständigen Erkunden der Stadt. Am letzten
Exkursionstag kann am späten Nachmittag der Rückflug angetreten werden.
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Wir, Andreas und Dr. Evelyn Hincke, werden auf dieser Reise unterstützt durch das Ehepaar
Chika und Dr. Hardy Kietzmann, die mit uns die Reise planen und durchführen. Beide sprechen
japanisch (Chika stammt aus Hokkaido) und haben in den letzen Jahren zahlreiche Geoparks in
Hokkaido besucht. Chika übernimmt dankenswerterweise die Buchungen der Hotels, den Kontakt und
Schriftverkehr zu Museen und Geoinstitutionen und übersetzt, wo dieses nötig sein sollte.
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Geplantes Programm
Exkursion mit vielen Wanderungen bis 4 km Länge und Auf- und Abstiegen bis 250 m Höhe
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1. Tag: |
Anreise nach Sapporo, Transfer zum Hotel, Vorstellungsrunde, 3 Nächte in Sapporo
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2. Tag: |
Geologische Einführung, danach gemeinsame und Besichtigung von Sapporo
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3. Tag: |
Ammonitenmuseum und Geotope in Misaka, evtl. Hochdruck-Metamorphite im Hidaka-Gebirge
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4. - 6. Tag: |
Apoi-Geopark mit vielen Aufschlüssen im Horoman Peridotitkomplex, Peridotit-Plaza, Geopark-Museum, Plattengrenze, Hornfels-Lochfelsen, Ganggestein-Erosionslandschaft, Sedimente des Forearcs, Tojuin Tempel, Seetang: Ernte und Verarbeitung; 4 Nächte im Apoi Sanso Hotel
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7. - 10. Tag: |
Toya-Usu-Geopark mit mehreren Wanderungen und Aufschlüssen an aktiven Vulkanen, halber Tag zur freien Verfügung, Seilbahnfahrt auf den Usu, Schäden des Ausbruchs von 2000, Thermalfeld in Noboribetsu, Nationalpark Shikotsu Toya; 4 Nächte im Hotel in Toyako
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11./12. Tag: |
Fahrt nach Sapporo mit mehreren Geostopps, halber Tag zur freien Verfügung, Küstenaufschlüsse im NW zwischen Otaru und Shakotan: submarine Laven und Hyaloklastite; 2 Nächte in Sapporo
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13. Tag: |
Botanischer Garten mit endemischen Pflanzen Hokkaidos, Seilbahnfahrt auf den Moiwa Berg, Abschlussbesprechung, Exkursionsende gegen 15 Uhr, danach Rück- oder Weiterflug
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| Leistungen: |
Exkursionsleitung durch die Geologen Dr. Evelyn und Andreas Hincke, unterstützt von Chika und Dr. Hardy Kietzmann; ausführliche
Exkursionsunterlagen; Buchung von Unterkunften und Kleinbussen; Hilfe bei der Reiseplanung sowie der Buchung von Flügen.
Infoveranstaltung zur Exkursion über Zoom. Nachbesprechung zur Exkursion mit Zusammenstellung der digitalen Exkursionsfotos.
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Preis:
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EUR 1.200,-
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Termin:
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18. – 30. September 2027 (13 Tage, So. bis Do.)
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Anmeldung: |
bis 15. Februar 2027, Kennziffer: R 2
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Teilnehmerzahl:
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14 – 18 Personen
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Leitung:
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Diplom-Geologen Dr. Evelyn und Andreas Hincke
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Organisatorisches:
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Die Exkursion beginnt und endet in Sapporo auf Hokkaido, Japan. Die Anreise nach Sapporo
sollte bis zum späten Nachmittag des ersten Exkursionstages erfolgen, für die Abreise
sollte der Spätnachmittag oder Abend des 13. (letzten) Exkursionstages eingeplant werden.
An- und Abreise kann individuell oder als Gruppe (für 10 Personen und mehr) gebucht werden.
Die Zeiten und Preise für Flüge sind für September 2027 noch nicht verfügbar
(Stand Sept. 2026). 2026 waren Flüge ab/bis Deutschland für ca. 1.000,- Euro angeboten.
Auf der Informations-Veranstaltung am 3.11.2026 (siehe unten) werden wir genauere Kenntnisse haben.
Die Exkursion wird als Rundreise in drei Kleinbussen und mit dreimaligem Wechsel des Standortes
durchgeführt (Sapporo - Apoi - Toyako - Sapporo). Fahrer werden Andreas und Kathrin Hincke
sowie Dr. Hardy Kietzmann sein. Alle drei sind versierte Kleinbusfahrer und kennen sich mit Linksverkehr aus.
Die Buchung der Hotels (Ü/F im Ez bzw. Dz mit DU/WC) erfolgt durch uns. Auch hierfür liegen
zurzeit nur die Preise für 2026 vor, diese betrugen ca. 100,- Euro pro Nacht und Person für
Übernachtung und Frühstück sowie in Onsen-Hotels (mit heißem Bad und HP) ca. 300,- Euro
pro Doppelzimmer. In vielen Hotels ist bei Zimmern wählbar zwischen japanischem Stil ohne Betten oder
westlichem Stil.
Nach Anmeldeschluß sind Stornozahlungen bei bestätigter
Buchung durch die Person zu leisten, für die gebucht worden ist.
Als Mittagsverpflegung werden wir überwiegend auf preiswerte Lunchboxen (Bento-Boxen)
zurückgreifen, abends wird mehrfach ein gemeinsames Abendessen organisiert.
Jeder Teilnehmer zahlt die Kosten für An-/Abreise, Unterkunft und Verpflegung selbst. Die
Kosten für Transport (Park-, Miet- und Tankkosten der Kleinbusse, Seilbahnfahrten)
und die Eintritte vor Ort werden anteilig auf die Teilnehmer umgelegt.
Nach Bestätigung der Reiseanmeldung sind 10% des Reisepreises fällig, der Rest ist
bis 60 Tage vor Exkursionsbeginn zu überweisen (bis 19.7.2027).
weitere Reiseinformationen
Geschäftsbedingungen
Anmeldung
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Info-Veranstaltung: |
Am Dienstag, den 3. Nov. 2026 um 19:00 Uhr wird für diese Reise eine unverbindliche
Informations-Veranstaltung per Zoom stattfinden. Dort werden nähere Infos zur Organisation
der Reise, zu Japan als Reiseland und zur Geologie und den Exkursionszielen auf Hokkaido gegeben
und Fragen geklärt.
Eine Anmeldung für diese Informations-Veranstaltung ist erforderlich. Sie erhalten
dann von uns den Zoom-Link zur Teilnahme.
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| Ausrüstung: |
- feste knöchelhohe Wanderschuhe
- Lupe, Hammer (nicht jeder braucht einen eigenen);
- empfohlen: Wanderstöcke;
- Regencape oder Regenjacke und Regenhose; Schirm;
- winddichter Anorak;
- Kopfbedeckung (Sonnenhut und Mütze), Sonnencreme;
- Taschenmesser, Taschenlampe, Rucksack;
- zum Sammeln und Verpacken: Dosen oder Beutel, Notizbuch, wasserfester Stift;
- Sitzunterlage, Besteck, evtl. Thermoskanne;
- Mobiltelefon, Fotoapparat;
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weitere Ausrüstungsempfehlungen
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Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte:
E-Mail
E-Mail-Formular Telefon: 04168-91 84 48
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